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22 | 05 | 2024

Gottes Wort Raum geben: Glauben: Fest stehen in der Hoffnung

„Gottes Wort Raum geben“ am Samstag, 1. Juni um 18.30 Uhr in St. Nikolaus

Der Brief an die Hebräer, dem Apostel Paulus zugeschrieben, behandelt zentrale Fragen des damals entstehenden christlichen Glaubens. Was aber ist Glauben? Die Antwort im Brief ist überraschend: Glauben heißt feststehen in der Hoffnung. Die Hoffnung auf die Zusagen Gottes bildet also das Zentrum des christlichen Glaubens – nicht das für-wahr-halten von Glaubenssätzen oder Dogmen. Es geht also nicht darum, bestimmte Wahrheiten auswendig zu lernen, etwa im Glaubensbekenntnis. Vielmehr ist die Hoffnung der Kern des Glaubens. Unsere Aufgabe ist also, unseren Hoffnungen nachzuspüren und sie zu stärken.

 

Die nächsten Termine:

1.6.24 Glauben: Fest stehen in der Hoffnung (Hebräer 10-12)
6.7.24 Elias: der feurige Prophet (Buch der Könige) 
7.9.24 Glauben und Feiern: Feste in der Bibel
5.10.24 Die Bergpredigt nach Matthäus (5-7)
2.11.24 Unverlierbar. Lesung und Meditation zu Allerseelen

 

In der katholischen Tradition gibt es kaum Gottesdienstformen, das Wort Gottes in einem größeren Zusammenhang zu hören und darüber nachzudenken. Gottes Wort Raum zu geben bedeutet für uns, durch das Lesen längerer Texte den Blick zu öffnen für die Zusammenhänge und für die erzählerische Kraft der gesamten Heilsgeschichte. Dadurch lassen sich neue Dimensionen für das Verstehen der Schrift, für Glauben und Tun erschließen.

In das Zentrum einer Feier, die an die erste Sonntagsvesper anknüpft, wollen wir die Lesung eines längeren Abschnittes aus dem Alten oder Neuen Testament stellen. Dabei vertrauen wir der Kraft und Wirkung von Gottes Wort: dieses allein wird im Mittelpunkt stehen, ohne besondere Gestaltungsformen anderer Art. Den Abschluss sollen - nach einer Zeit der Meditation und Stille - Magnifikat, Vaterunser und Segen bilden.

Dem Wort Gottes Raum geben bedeutet für uns zum einen, den Kirchenraum von St. Nikolaus als Ort für das Wort zu nutzen, in dem es sich entfalten und lebendig werden kann. Zum anderen soll das Wort Gottes durch die geöffnete Kirchentür symbolisch auch nach außen in die Welt gelangen und zum Zuhören einladen.

 

Weitere Informationen:
Armin Grunwald
0221 463920
armin.grunwald@kirche-sk.de

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