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St. Bruno
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St. Bruno

Ursprünglich in den späten 1920er Jahren als Filialkirche errichtet, fügt sich St. Bruno nahtlos in die Häuserreihe des Klettenbergürtels ein und schafft mit ihrem leicht zurückgesetzten Eingang und dem erhöhten Vorplatz, der von Skulpturen flankiert wird, einen einladenden Zugang.

100 Jahre St. Bruno

Seit einem Jahrhundert ist unsere Gemeinde ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, Glauben leben, miteinander feiern und füreinander da sind. Wir laden Sie zu unserer Festwoche ein.

Kirche St. Bruno

Klettenberggürtel 71
50939 Köln

Über die Kirche

St. Bruno ist nicht nur ein Ort für regelmäßige Gottesdienste, sondern auch ein lebendiges Zentrum sozialer und kultureller Veranstaltungen. Wir laden Sie herzlich ein, Teil unserer Gemeinschaft zu werden und die spirituelle und gesellschaftliche Vielfalt, die wir bieten, zu erleben.

Dieses besondere Gotteshaus, erbaut Ende der 1920er Jahre, fügt sich nahtlos in die umliegende Häuserreihe ein und bietet mit seinem leicht zurückgesetzten Eingang und dem erhöhten Vorplatz, flankiert von Skulpturen des Künstlers Elmar Hildebrand, einen einladenden Zugang.

In unserer Kirche, die von der traditionellen Ost-West-Ausrichtung abweicht, finden Sie einen Ort der Ruhe und Besinnung. Die Innenräume sind einfach und elegant gestaltet, ideal für persönliche Reflexion und gemeinschaftliches Gebet.

Einblice in St. Bruno

1 Bilder

Historie St. Bruno

1914. Die Pfarrei St. Nikolaus in Sülz stellt beim Generalvikariat der Erzdiözese Köln den Antrag, einen Kirchbauverein gründen zu können,

1916. Pfarrer Schwippert von St. Nikolaus kauft ein Grundstück für die Errichtung einer Filialkirche.

1919 – 1921.Der Mainzer Dombaumeister Prof. Ludwig Becker erhält den Auftrag, eine Kirche zu planen. Die Kirche St. Bruno ist der teuerste und größte Neubau jener Jahre in der gesamten Erzdiözese Köln. Sie sollte 950 Sitzplätze und 1200 Stehplätze aufweisen. Sie wird im neo-barocken Stil geplant. Die Innenausstattung wird von dem Kölner Architekten Hans Hansen gestaltet.

1924. Am 17. August erfolgt der erste Spatenstich für den Bau der Kirche.

1925. Am 1. Juni findet die Grundsteinlegung für die Kirche durch den Kölner Erzbischof Karl-Joseph Kardinal Schulte statt.. Der Grundstein befindet sich heute in der linken Chorwand. Er enthält einen Stein aus den Callistus-Katakomben in Rom.

1926. Am 10. Oktober weiht Kardinal Schulte die neue Kirche feierlich ein. Die Grundform der Kirche ist eine dreischiffige Basilika mit halbrunder Apsis. Auf jeder Seite teilen drei rechteckige Pfeiler die Seitenschiffe ab, ohne den Blick zu stören. Das Hauptschiff wird von einem mächtigen korbbogenförmigen Gewölbe überspannt. Von dieser ersten Ausstattung sind die hölzerne Wandverkleidung, Teile der Kanzel und der Maria-Hilf-Altar im heutigen Taufbrunnenbereich erhalten. Das Kreuz des Hochaltares befindet sich heute in der Kreuzkapelle.

1929. Am 1.Dezember wird St. Bruno zur Kirchengemeinde erhoben. Im gleichen Jahr wird die Krypta unter der Apsis der Kirche eingeweiht.

1939. Zum Weihnachtsfest ist erstmals die Krippe der Klever Künstlerin Johanna Lamers-Vordermeyer zu sehen, die aus 16 großen, bekleideten und beweglichen Holzfiguren besteht.

1940. Die Orgel der Firma Klais in Bonn wird eingebaut, zugleich mit einem großen Buntglasfenster auf der Orgelbühne.

1941. Die Figur der Anna Selbdritt von Karl Kiesgen und die Figur des Judas Thaddäus von Otto Bussmann werden gestiftet.

1943. Am 26. Februar zerstört ein schwerer Luftangriff das Dach und alle Fenster der Kirche.

1944. Am 28. und am 31. Oktober  zerstören schwerste Luftangriffe die Notkirche im Brunosaal, und „das, was von unserer Kirche noch stand, fiel den Spreng- und Brandbomben zum Opfer“, berichtet die Chronik. Es standen nur mehr der Turm und die Umfassungsmauern der Kirche inmitten eines riesigen Trümmerfeldes.

1945. Zuerst wird der Brunosaal restauriert, eine der schönsten und größten Notkirchen im zerstörten Köln.

1947. Im November beginnen Männer in Selbsthilfe mit der Entschuttung und dem Wiederaufbau. 40 Tonnen Schutt und das Eisen der Dachkonstruktion werden entfernt.

1948. Die Währungsreform am 20. Juni bringt die Möglichkeit, eine Firma für die Aufbauarbeiten zu gewinnen .

Architekt Hans Hansen zieht anstelle des Korbgewölbes eine flache Decke ein.

Allein das Kreuz des alten Hochaltars, das den Krieg im Brunosaal überstanden hatte, schmückt den Chor der Kirche. Den Altar wird aus Trümmerteilen der zerstörten Kirche aufgebaut.

Am 17.Oktober läuten zum ersten Mal die neuen Glocken. Sie haben dieselben Namen wie ihre Vorgängerinnen.

1949. Am 9. April  konsekriert Weihbischof Dr. Stockums die wiedererstandene Kirche. Auch in der Krypta finden wieder Gottesdienste statt.

1958. Eine Reliquie des hl Bruno wird aus St. Pantaleon nach St. Bruno überführt.

1959. Die wieder hergestellte und erweiterte Klais-Orgel wird geweiht.

1968. Der Kreuzweg (Bronzereliefs) der Künstlerin Jutta Osten wird angebracht.

ab 1973. Weitere Veränderungen erfährt die Kirche nach dem 2. Vatikanischen Konzil (1959 - 1965) und die daraus resultierende Liturgiereform. Der Tabernakel wird an die rechte Seite gerückt, die Kommunionbank wird entfernt.

2005. Am 9. November muss die Kirche geschlossen werden. Die Konstruktion der Kirchendecke war wegen der in der Nachkriegszeit verwendeten Materialien und der Korrosion der Drähte, an denen sie aufgehängt war, instabil geworden und musste vollständig entfernt werden.

2007. Für die neue Decke entwickelte man eine Konstruktion von Holzbindern, an denen sie befestigt ist. Diese Arbeiten wurden von Juni 2007 bis März 2008 ausgeführt. Bei der schon lange notwendig gewordenen Renovierung werden die geometrischen Linien des gesamten Baus klarer betont.

Das Gitter des Taufbrunnens und die Gestaltung der Haupteingangstüren dienen Architekt Georg Wenzel als Grundmuster für Veränderungen im Innenraum: für die Gitter rechts und links des Chorraumes, für den Wochentagsaltar und für das Gitter, das das Kirchenschiff vom Taufbrunnenbereich trennt.

2008. Am 12. Oktober wird die Kirche nach dreijähriger Bauzeit wieder eröffnet.

Man kann mit Blick auf diese Historie sowohl sagen ‚zurück zu den Wurzeln‘ als auch ‚starke Wurzeln, beständiger Baum‘. Unverändert besteht ein aktives Gemeindeleben in bis heute einem der dichtest bewohnten Gebiete im Erzbistum. Erkennbar ist das an immer wieder entstandenen und weiterhin entstehenden Neubauprojekten für junge Familien, an der anhaltend hohen Anzahl an Kindern in unseren vier katholischen Kindertagesstätten, an der Ministranten- und Jugendarbeit mit Pfingst-, Sommer- und Winterfreizeiten, an den Chorprojekten, an der Seniorenarbeit mit der Caritas im Altenzentrum St. Bruno, etc. Alles in allem an der Vielzahl der Kinder-, Jugend-, Familien-, Chor-, Caritas- und Seniorenangebote.


Neben der Brunokirche feiert auch der Brunosaal in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Er ist heute nicht nur aus dem Stadtviertel sondern aus ganz Köln kaum noch wegzudenken. Anfänglich 1926 für die Pfarr- und Jugendarbeit konzipiert, wurde er während der Kriegsjahre zur Notkirche und nach dem Krieg zur Wiederaufbaustätte des Kölner Hänneschen Theaters. Als Heimat des Spielkreises Fritz Monreal, der als Küster von St. Bruno anfing, kölsche Theaterstücke zu schreiben, wurde der Saal ab 1953 weiter bekannt.


Spätestens seit dann ab den 1960-er Jahren auch zunehmend Karnevalsvereine aus ganz Köln hinzukamen, war der Saal eine weithin bekannte Institution. Heute ist der Brunosaal mit Veranstaltungen wie ‚Deine Sitzung‘ und seinem Kleinkunst- und Comedyprogramm auch zu einer festen Heimat von Comedy Größen wie zum Beispiel Jürgen Becker, Gerd Köster oder Martin Schopps geworden – stets als Bestandteil der Pfarrei mit direkt nebeneinanderliegend den Eingängen zum Brunosaal und zur Brunokirche. Ergänzend ist der Brunosaal seit Jahren fester Spielort des internationalen Literaturfestivals Lit.COLOGNE. Last but not Least: Der Spielkreis Fritz Monreal feiert 2027 auf seiner
Heimatbühne im Brunosaal sein 75-jähriges Bestehen.

Die Pfarrei St. Nikolaus und St. Bruno lud als Bestandteil der Pastoralen Einheit im Kölner Westen vom 10. bis zum 18. Oktober 2026 zu einer Festwoche mit verschiedenen Veranstaltungen ein.

"Der Herr ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter, mein Gott, auf den ich mich verlasse."

Psalm 18,3​