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26 | 09 | 2022

Sülzer Lebensmittelausgabe hat zu wenig Lebensmittel

Hygieneartikel und haltbare Lebensmittel benötigt, auch Kleidung für junge Frauen und Jugendliche

Seit Anfang März nimmt die Zahl der Geflüchteten bei der „FC-Lebensmittelausgabe an St. Karl“ in Sülz von Woche zu Woche zu. Mittlerweile haben sich dort knapp 250 Geflüchtete angemeldet, von denen jede Woche rund 160 für kostenlose Lebensmittel anstehen. Mittlerweile sind das mehr Menschen aus der Ukraine, als aus Sülz und Klettenberg … und die Zahl steigt weiter, mittlerweile etwas langsamer. Besonders aber in der ersten Ferienhälfte wird die Zahl zunehmen, da die Kölner Tafel in dieser Zeit nicht liefert und die FC-Lebensmittelauzsgabe an St. Karl selbst die Waren bei den Supermäkten einsammelt. Dadurch muss die Sülzer Ausgabe nicht geschlossen werden, was an den meisten anderen Kölner Ausgaben jedoch der Fall ist.


„Das bringt uns an die Grenzen des Machbaren, nicht nur was die verfügbaren Waren angeht, auch das Team ist am Limit. Wir geben mittlerweile in zwei Schichten aus,“ so Hanno Sprissler, der als Diakon die Lebensmittelausgabe für die katholische Kirche betreut. „Zum Glück haben wir genug zuverlässige und motivierte Ehrenamtliche und können die enorme Mehrarbeit gut leisten,“ ergänzt Monika Beckmann von der Stiftung des 1. FC Köln. Der FC und die katholische Kirche betreiben die Ausgabestelle Seit Ende 2021 in Kooperation.

Die Kölner Tafel reagierte auf den gestiegenen Bedarf in Sülz bereits und liefert die doppelte Menge an Waren. Zwei Transporter bringen jede Woche Lebensmittel und Hygieneartikel zur Ausgabestelle. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus der Willkommensinitiative „Hallo in Sülz“, Int. Caritas-Zentrum, evangelischer und Kirche, sowie dem FC hat bereits vor Wochen zu Spenden aufgerufen, aber die bisher gespendeten Mengen und Gelder reichen nicht. Seit drei Wochen werden zusätzlich Einkaufsgutscheine im Wert von 10 Euro pro Person ausgegeben, die mit Hilfe von Spenden, kirchlichen Stiftungen und vor allem der „Aktion Neue Nachbarn“ des Erzbistums Köln finanziert wurden. Außerdem gibt es, organisiert vom Int. Caritas-Zentrum, nun auch eine wöchentliche Essensaugbae für die Wartenden. Vom Veedelsschrank wird zudem Kleidung auf dem Kirchplatz angeboten.

Die geflüchteten Ukrainer*innen sind in den meisten Fällen bei Privatpersonen in Sülz, Klettenberg und Lindenthal untergebracht, da es in diesen Stadtteilen nur wenig städtische Unterkünfte gibt. In städtischen Sammelunterkünften erhalten die Geflüchteten drei Mahlzeiten pro Tag, jedoch nicht in Privathaushalten. Wenn jemand aus der Ukraine in Köln ankommt, muss er oder sie sich zunächst registrieren. Die Wartezeiten für einen Termin beim Amt betragen aber mehrere Wochen. In dieser Zeit erhält der/die Geflüchtete keine Sozialleistungen und ist auf humanitäre Hilfe angewiesen. Aber auch nach einer Registrierung ist Unterstützung nötig, denn dann erhalten Erwachsene weniger als 400 Euro pro Monat zum Leben. Daher bitten die Initiatoren der Lebensmittelausgabe weiter um möglichst regelmäßige Sach- und Geldspenden.

Wenn Sie die Ausgabestelle unterstützen möchten, können Sie Ihre Spenden mittwochs von 12 bis 13.30 Uhr oder nach Absprache (Kontakt siehe unten) bei der Ausgabestelle in der Kirche St. Karl Borromäus, Zülpicher Str. 275 abgeben. Gutscheine nehmen auch die Pfarrbüros der Katholischen Kirche (Nikolausplatz 17 und Klettenberggürtel 71) entgegen:


·   An Sachspenden werden benötigt: Hygieneartikel wie Duschgel, Flüssigseife, Zahnpasta und -bürsten, Damenbinden, Toilettenpapier, Fertiggerichte in Dosen oder Bechern oder zum Aufgießen mit Wasser oder als Komplettmenü, haltbare, verzehrfertige Nahrung wie Brot, Cerealien, Müsli, Nüsse/Nussmischungen, Kekse, Snacks, H-Milch, Wurst-/Fischkonserven, Getränke (auch lösliche Pulver).
·   Als Einkaufsgutscheine (am besten im Wert von je 10 Euro) sind die von lokalen Supermärkten und Einzelhändlern (z.B. Lidl, Aldi, Rewe, Edeka) geeignet.

·   Für Spendenüberweisungen nutzen Sie gerne das Konto der Pfarrcaritas St. Karl, DE46 3705 0198 0006 9727 23, COLSDE3XXX gerne mit dem Betreff „Lebensmittelausgabe“.


Einen Überblick über die weiteren Veedels-Angebote für Geflüchtete und aktuelle Hinweise zur Situation finden Sie hier: www.gemeinsam-in-suelz.koeln.
 
Weitere Infos:
Kath. Kirche Sülz-Klettenberg
Hanno Sprissler
0171-8812781
sprissler@kirche-sk.de


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Wir laden Sie alle ganz herzlich ein sich außerdem einzubringen!

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Friedensgebet


Jeden Mittwoch um 17:30 Uhr in St. Bruno

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Mahnwache


Täglich von 17.30 – 18.00 Uhr
Stille Mahnwache vor der Kirche St. Nikolaus

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Weitere Spenden für die Ukraine

 

Das Spendenaufkommen ist ungewöhnlich hoch, so dass die Organisation „Blau-Gelbes Kreuz“ zur Zeit keine privaten Sachspenden mehr annehmen kann, weil die Lagerkapazitäten erschöpft sind.

Vielen Dank allen Spender*innen für die unglaublich große Untersützung?

Eine ständig aktualisierte Liste der Dinge die benötigt werden, finden Sie auf der Website der Organisation.
Noch besser können Sie das Engagement der Organisation momentan finanziell unterstützten:

Blau-Gelbes Kreuz e.V.
Bankverbindung: Kreissparkasse Köln / IBAN: DE78 3705 0299 0000 4763 46

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Wohnraum für Geflüchtete

 

Wenn Sie eine Zimmer oder eine Wohnung anbieten möchten, ist die beste Anlaufstelle das Wohnungsamt der Stadt Köln, Ottmar-Pohl-Platz in Köln-Kalk. Die koordiniert die Unterbringung der geflüchteten Menschen. (Eingang tagsüber: Seiteneingang über Dillenburger Str. 60)

 

Wohnungsangebote sind dort willkommen. Richten Sie diese gerne an Warmes Bett oder #Unterkunft Ukraine

 

Die Stadt Köln informiert auf dieser Website über Hilfsangebote.

 

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Kann ich mich ehrenamtlich engagieren?

 

Wenn Sie sich ehrenamtlich engagieren möchten, können Sie in unserem Veedelsschrank, der Kleiderkammer helfen, oder im Internationalen Caritas-Zentrum, wo für die Geflüchteten eine Essensausgabe eingerichtet werden soll. Zahlreiche weitere Möglichkeiten finden Sie auf diesen Seiten: Caritas Freiwilligenzentrum Mensch zu Menschoder bei der Aktion neue Nachbarn.

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