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22 | 05 | 2024

St. Karl, Geißbock und Caritas jetzt offiziell „vereint“

Initiatoren der FC-Lebensmittelausgabe an St. Karl gründen Verein

Nach dem Heimspiel der FC-Profis am 4.11.23 haben die FC-Stiftung, der Caritasverband für die Stadt Köln und die katholische Kirchengemeinde den Verein „St. Karl - Kirche für Leib und Seele e.V.“ gegründet. Am Namenstag des Heiligen Karl Borromäus (4. November 2023) legten die Partner einen wichtigen Grundstein für den Ausbau der seit drei Jahren erfolgreich laufenden Zusammenarbeit in der FC-Lebensmittelausgabe in Köln-Sülz. Während dieser Zeit wurden insgesamt über 1.350 Menschen unterstützt, mehr als 600 aus den angrenzenden Stadtteilen, sowie über 500 Geflüchtete aus der Ukraine. Mittlerweile erhalten jede Woche mehr als 500 Gäste Unterstützung von über 80 Ehrenamtlichen.

 

FC-Präsident Werner Wolf nahm in Begleitung seiner Frau an der Gründungsversammlung im Caritas-Zentrum in Köln-Sülz teil. „Das gemeinnützige Engagement ist dem 1. FC Köln sehr wichtig. Die Zusammenarbeit der beteiligten Parteien hier in St. Karl funktioniert hervorragend. Die Angebote entwickeln sich stetig weiter, das ist toll zu sehen“, erklärte Wolf in seiner Ansprache.

Peter Krücker, Vorstandssprecher des Caritasverbandes für die Stadt Köln, äußerte seine Begeisterung über die vorbildliche Kooperation von verbandlicher und gemeindlicher Caritasarbeit in St. Karl. Seiner Einschätzung nach verbinde sich das Engagement aller Akteure zu einem auf vielfältige Weise bereichernden Angebot für alle Menschen vor Ort. Krücker bringt sich persönlich in den neu gegründeten Verein ein, neben FC-Vertreterin Monika Beckmann und Hanno Sprissler von der Kirchengemeinde St. Karl ist er gewähltes Mitglied im dreiköpfigen Vorstand.

 

Die außergewöhnlich erfolgreichen Synergien der involvierten Institutionen und Menschen hob auch Stadtdechant Msgr. Robert Kleine hervor. Was in St. Karl mit Unterstützung von Kirche, Caritas und dem 1. FC Köln in Form seiner Stiftung aufgebaut worden sei, habe Leuchtturmcharakter und sei ein ideales Beispiel dafür, wie sich die Kirche in der Gesellschaft neu ausrichten und positionieren könne.

 

Hans Fey, der bis vor wenigen Jahren Puppenspieler im Hänneschen-Theater war, hat die Versammlung zuvor auf herrlich kölsche Art eröffnet. Mit Freude stellte er fest, dass er als Kind im gleichen Raum, in dem die Gründungsversammlung stattfand, früher am Erstkommunionunterricht beim damaligen Pfarrer teilgenommen hatte. Am Ende der Sitzung fasste er seinen Eindruck lächelnd zusammen: „Ich sach mal, das deiht dem FC och joot, dass sich St. Karl auch mit dem FC und dem Jeißbock schmücke kann. Ich finde das ein großartiges Zeichen! Dat mäht mir Spaß und Freud‘!“

Der neue Verein wird an St. Karl die Möglichkeiten zum eigenständigen Agieren verbessern, die Vernetzung in den Stadtteil ausweiten und die Angebotsstrukturen stärken. Jede und jeder kann für einen geringen Jahresbeitrag von 40 oder reduziert 20 Euro die Aufgaben in St. Karl fördern. Stimmberechtigt und mitgestalten können alle ab einem Alter von 10 Jahren.

 

Im November 2020 errichteten die Stiftung des 1. FC Köln und die katholische Kirche in Sülz und Klettenberg die „FC-Lebensmittelausgabe an St. Karl“. Gestartet ist die Ausgabe mit fünf Engagierten und weniger als 50 Gästen. In den ersten drei Jahren wurden insgesamt über 1.350 Menschen unterstützt, mehr als 600 aus Sülz und Klettenberg, über 500 Geflüchtete aus der Ukraine und über 250 aus anderen Stadtteilen. Mittlerweile erhalten jede Woche über 500 Gäste Unterstützung von mehr als 80 Ehrenamtlichen. Die Angebote in St. Karl gehen mittlerweile weit über die Lebensmittelausgabe hinaus: Seit Mitte 2022 gibt es kostenlose Second-Hand-Kleidung und Artikel aus Haushaltsauflösungen. Hinzu kamen eine Essensausgabe und Beratungsangebote in Kooperation mit dem Caritas-Zentrum unter der Kirche. Die Kleiderkammer aus St. Bruno in Klettenberg ist an den Kirchort umgezogen. Auch die stärkenden, spirituellen Angebote werden mehr. Vorrangiges Ziel aller Angebote in St. Karl ist nicht die materielle Hilfe, sondern der wertschätzende Umgang und die Stärkung aller Gäste. Alle Besucherinnen und Besucher von St. Karl sollen sich wohlfühlen und spüren, dass sie wertvoll sind!

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