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17 | 02 | 2019

Der ökumenische Neujahrsempfang 2019

unter dem Leitgedanken „Suche Frieden und jage ihm nach“ (Psalm 34)

Das Bemühen um echten Frieden zog sich thematisch durch den gesamten, gemeinsamen Neujahrsempfang der evangelischen und katholischen Gemeinden in Sülz und Klettenberg. Der Empfang am 12. Januar 2019 begann mit einer Wortgottesfeier in der beeindruckend vollen Brunokirche. Das Miteinander in Frieden und Freundschaft spiegelte sich sogar in der musikalischen Gestaltung wieder, unterstützt von Sängern beider Konfessionen und den Johannesbläsern einem Ensemble der evangelischen Kirche, das aus Musikern beider Konfessionen besteht.

Gemeindereferentin Julia Castor eröffnete den Predigtteil über den Leitgedanken - die Jahreslosung 2019 der evangelischen Kirche - mit einem Einblick in den biblischen Gesamtzusammenhang und zeigte, dass die „große Sehnsucht nach Frieden, den nur Gott schenken kann, die ganze Heilige Schrift umfasst“. Um Freude und Leid beim Suchen machte sich Pfarrerin Susanne Beuth Gedanken und führte zu der Erkenntnis: „dass es kaum etwas gibt, das sich so sehr zu suchen lohnt, merken wir, wenn der Frieden uns abhanden kommt. (…) Frieden suchen, das ist allerdings anstrengend. Friede, Freude, Eierkuchen das reicht für die Wirklichkeit nicht.“ Ihr evangelischer Kollege Ivo Masanek blickte auf Ebene der Landeskirche auf die Mühen der Christen, „eine Kirche des gerechten Friedens zu sein“, eine Gemeinschaft, die sich abwendet „von der Lehre des gerechten Krieges (…), die Gewaltanwendung zwischen Staaten rechtfertigen“ soll. Für ihn ist das durch „Gewaltfreiheit“, eine „gute Streitkultur“ und im „Hintergrund“ auch durch die ökumenische Bewegung, durch Frieden im Alltag möglich. Zum Abschluss der Viererpredigt fragte Diakon Hanno Sprissler die Gottesdienstteilnehmer, welchen Menschen sie am wenigsten leiden können und forderte auf, sich vorzustellen, diesem Menschen etwas wirklich Gutes zu tun. Frieden ist seiner Ansicht nach eine Haltung, der jeder „nur tief in sich selbst nachjagen“ kann.

 

Beim abschließenden Empfang in der Begegnungsstätte hinter der Kirche sprengte die Teilnehmerzahl die räumlichen Möglichkeiten: Der knapp 200 Menschen fassende Saal war zu klein und völlig überfüllt. Einige Besucher kapitulierten vor dem unerwarteten Andrang. „In den nächsten Jahren sollten wir nur noch in der Johanneskirche und in St. Nikolaus feiern. Dort sind unsere größten Räumlichkeiten“ überlegte Pfr. Karl Josef Schurf beim Rückblick auf den Tag zusammen mit dem Pfarrgemeinderat, der die Feier ausgerichtet hatte. (HS)

 

 

Die musikalische Gestaltung

 

Den musikalischen Rahmen gestalteten gemeinsam die von Eva-Maria Förster einstudierte Johannes-Kantorei, die von Peter Scheerer geleiteten Johannes-Bläser und die Chöre an St. Bruno; die Koordination lag bei Kantor Manfred Schümer. Schon am Nachmittag praktizierten alle Mitwirkenden in einer einstündigen Gesamtprobe ökumenisches Miteinander, dessen schwungvolle und gutgelaunte Atmosphäre sich auf alle Besucher des Gottesdienstes übertrug. Zum Abschluss musizierten Sängerinnen und Sänger mit den Johannes-Bläsern und Manfred Schümer an der Orgel die Motette „Verleih uns Frieden“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. (Hörbeispiel)

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